Ich bin ein Pazifist

...mit der Kanone in der Hand

Das kannst du knicken!

Will die Welt einen Tag durch deine Augen seh’n,
Deine Gefühle und Lügen versteh’n,
Mir hinterher die Ängste nehm’,
ins Verderben zu geh’n.

Mir ein Loch in den Kopf zu schiessen,
Alles zu verschenken, was man mir gab,
Mit allem abzuschliessen,
um zu wissen,
wer würde mich vermissen,
Wer steht vor meinem Grab,
Zu hören, was man zu sich
und über mich sagt.

Mich für eine Sache so zu bewegen,
Alles andere zu vergessen,
Spiegel an Wände großer Städte zu kleben,
mich nur an dem Größten messen,
Alles andere zu vergessen.

Erdachte Melodien einfach so nachzuspielen,
Die ganze Welt gesehen zu haben,
Immer hundert Prozent zu erzielen,
Die richtige Antworten zu allen Fragen,
kennen,
Dich kennen.

Alle provokant zusammen zu falten,
Jeden, der mir Böses will,
auf den rechten Weg zu schicken,
Mich von dem ganzen Unglück ab zu spalten,
Doch ich schwöre auf das, was ich will:
Ich kann das alles knicken!

Alles Oder Nichts oder: Eine halbe Stunde Postmoderne (ist genug!)

Mit kleinen Schritten beginne ich eine weite Reise,
gleite leise und bedacht mit diesen Wörtern durch die Nacht,
wohin ich geh’, dass weiß ich nicht,
nicht einmal, wo ich herkomme.

Für mich macht die Reise keinen Sinn,
denn ich weiß nicht einmal wer ich selber bin,
über Vieles kann man klagen,
an diesen Tagen schlägt mir alles auf den Magen,
die Wellen schlagen hoch, es brennen Barrikaden,
doch meine verkümmerten Waden werden mich tragen,
in die Nacht hinaus.

Und ich lauf’, ja ich lauf’!
Scheiße, ich lauf’!
Verdammt ich renne sogar!
Ich renne schnell,
so schnell ich kann,
schneller als der schnellste Mann,
schneller als jedermann!

Doch dann …,
bricht mein Bein,
ich stürze tief in die Nacht hinein,
zwischen Laub und Gestein,
zwischen Wünschen und Sein,
und …

irgendwo erkenne ich mich selbst nicht mehr,
weit hin, lang her,
und so krieche ich zurück,
woher ich kam,
und warte bis ich wieder laufen kann.