Ich bin ein Pazifist

...mit der Kanone in der Hand

Alles Oder Nichts oder: Eine halbe Stunde Postmoderne (ist genug!)

Mit kleinen Schritten beginne ich eine weite Reise,
gleite leise und bedacht mit diesen Wörtern durch die Nacht,
wohin ich geh’, dass weiß ich nicht,
nicht einmal, wo ich herkomme.

Für mich macht die Reise keinen Sinn,
denn ich weiß nicht einmal wer ich selber bin,
über Vieles kann man klagen,
an diesen Tagen schlägt mir alles auf den Magen,
die Wellen schlagen hoch, es brennen Barrikaden,
doch meine verkümmerten Waden werden mich tragen,
in die Nacht hinaus.

Und ich lauf’, ja ich lauf’!
Scheiße, ich lauf’!
Verdammt ich renne sogar!
Ich renne schnell,
so schnell ich kann,
schneller als der schnellste Mann,
schneller als jedermann!

Doch dann …,
bricht mein Bein,
ich stürze tief in die Nacht hinein,
zwischen Laub und Gestein,
zwischen Wünschen und Sein,
und …

irgendwo erkenne ich mich selbst nicht mehr,
weit hin, lang her,
und so krieche ich zurück,
woher ich kam,
und warte bis ich wieder laufen kann.

Dein Superheldenname: Two-Face

Alles um dich herum erinnert dich noch mehr daran, dass du eigentlich nicht glauben kannst, wer du wirklich bist.
Ein paar kleine Lügen, ein bisschen gespieltes Lachen - man will sich niemandem fügen, aber in Anbetracht der Tatsachen kann man das für eine halbe Hand Freunde ja mal machen.
Und wenn keiner guckt, schaust du in die Leere, spuckst dir selbst in den Hals und bist erschöpft von dieser Schwere, die zu tragen has(s)t.
Gegebenenfalls, ich mein’, falls du dich mal selber triffst, behältst du es für dich - laberst niemals deine Freunde dicht, denn keiner hier weiß, wer du wirklich bist.

Du bist ein Superheld,der ein zweischneidiges Schwert und eine halbleere Weinflasche in seinen Händen hält. Nur einmal gezeichnet und weil du keinen Gegner hast, dich nur selber has(s)t.
Wie ein Tier im Treibsand, ruderst du herum, versinkst in der Tiefe und bleibst für immer stumm.